Kinder, wie die Zeit vergeht!
Im Oktober 2025 haben wir die Ohrenweide aus der Taufe gehoben. Lotte und ich hatten gerade unsere C2-Chorleiterausbildung an der Musikakademie Rheinsberg abgeschlossen und wollten das Gelernte endlich mit einem eigenen Chor zum Klingen bringen.
Wir rechneten mit acht SĂ€ngerinnen und SĂ€ngern. Zur ersten Probe kamen 42!
Wir waren begeistert. Und ein bisschen ĂŒberfordert. đ
Ein Jahr spĂ€ter haben wir uns ganz schön eingegroovt. Inzwischen haben wir 54 Menschen bei der Ohrenweide kennenlernen dĂŒrfen, 28 gehören aktuell zu unserem Chor. Im Durchschnitt kommen 18 Singende zu unseren regulĂ€ren Proben und acht zum ExtraTakt, unserem zusĂ€tzlichen Ăbungsabend.
Wir haben gemeinsam neue Lieder gelernt, ĂŒber EinsĂ€tze und Rhythmen gerĂ€tselt, an unserem Klang gefeilt, gelacht und inzwischen sogar unsere ersten Auftritte hinter uns gebracht. Von einem haben wir tatsĂ€chlich einen neuen SĂ€nger mit nach Hause gebracht. Offenbar ist Singen ansteckend.
Und ihr habt uns als Chorleiterfrischlinge ertragen. Das verdient durchaus Anerkennung. đ
Und dann kam unsere Geburtstagschorstunde …
Ende Oktober wollten wir mit euch ein bisschen feiern. Ein Jahr Ohrenweide! Wir hatten uns eine Kleinigkeit fĂŒr euch ĂŒberlegt, wollten gemeinsam singen, zusammensitzen und auf das erste Jahr zurĂŒckblicken. Und dann habt ihr uns völlig ĂŒberrumpelt.
Mit Geschenken, liebevoll ausgesuchten Kleinigkeiten, wunderbaren GesprĂ€chen, herzlichen Worten und einem Pokal fĂŒr jeden von uns!
âDanke fĂŒr 1 Jahr Ohrenweideâ steht darauf.

Ein Pokal. FĂŒr uns beide. Nach gerade einmal einem Jahr!
Lotte hat zu Hause erst einmal alles ausgepackt und war völlig hin und weg, wie genau ihr ihren Geschmack getroffen habt. Und ich musste am nÀchsten Morgen um vier Uhr aufstehen, konnte aber trotzdem nicht ins Bett gehen, bevor ich mir eure Geschenke angesehen hatte.
So viele Dinge, mit so viel Liebe ausgesucht.
Wir haben an diesem Abend eine unglaubliche Menge Anerkennung, Zuneigung und WertschĂ€tzung erfahren. Und ich merke gerade beim Schreiben, wie dieses warme GefĂŒhl wiederkommt. Es ist schon etwas Besonderes, wenn Menschen einem so deutlich zeigen, dass das, was man gemeinsam angefangen hat, fĂŒr sie Bedeutung bekommen hat.
Was fĂŒr ein erstes Jahr!
NatĂŒrlich war nicht alles von Anfang an einfach. Chorleitung verlangt einiges an Vorbereitung, Geduld und Aufmerksamkeit. Und wir lernen selbst noch bei jeder Probe dazu.
Lotte hat es nach unserer Geburtstagsfeier wunderbar beschrieben: „Am Anfang hat es ihr noch ziemlich viel abverlangt. Inzwischen haben wir Routine, freuen uns auf jede Chorstunde und werden gemeinsam mit euch jedes Mal ein StĂŒckchen besser.“
Mir geht es genauso.
Was mich an diesem Abend besonders berĂŒhrt hat, waren neben den Geschenken die GesprĂ€che. Zu hören, was die Ohrenweide fĂŒr euch bedeutet, wie ihr unsere gemeinsame Zeit erlebt und wie viel Freude euch das Singen macht und wie ihr unsere Methoden mit zu anderen Chören tragt.
Das ist ein gewaltiger Motivationsschub fĂŒr alles, was noch vor uns liegt. Und vor uns liegt einiges: neue Lieder, neue Menschen, weitere Auftritte und im April unsere ersten groĂen Konzerte.
Wir wussten vor einem Jahr nicht, wie es wird. Was wir aber wissen: Es war eine verdammt gute Idee, es einfach zu versuchen.
Danke an alle, die in diesem ersten Jahr dabei waren, an diejenigen, die uns eine Zeit lang begleitet haben, und besonders an euch, die ihr die Ohrenweide heute mit Leben fĂŒllt.
Danke fĂŒr eure Stimmen, eure Geduld, eure Begeisterung, eure Herzlichkeit und diesen verrĂŒckten Pokal.
Danke, dass es euch gibt.
Es passt einfach. đđ¶ Das hat uns doch grade noch gefehlt, oder?
Lotte & Christian
